Taiko Begriffe

Taiko Begriffe

Übersetzung einer Zusammenstellung von Tatsumaki Taiko,

überarbeitet von Mike Lischke.

Taiko Allgemein

  • Taiko – das allgemeine japanische Wort für Trommel, manchmal auch ausgesprochen als „Daiko“ wenn es mit einem anderen Wort kombiniert wird (siehe z.b. unseren Gruppennamen: Hibiki Daiko).

  • Nagadou Daiko, Miya Daiko – die gebräuchlichsten Taikos, diese werden am häufigsten bei Festivals und dergleichen verwendet. Gewöhnlich zwischen 45 bis 91 cm (18 - 36 Zoll) im Durchmesser, mit einer Korpusgröße gleich oder größer dem Durchmesser. Der Name bedeutet wörtlich „lange Trommel“. Nagadou Daikos werden aus einem einzigen Holzblock gemacht (aus Zelkova oder Keyaki) und haben einen lauten, dröhnenden Klang. Sie können entweder auf dem Boden stehend (flach) oder in einer horizontalen oder diagonalen Position gespielt werden.

  • O-Daiko – die größte Taiko, manche haben mehr als 180 cm (6 Fuß) im Durchmesser! Diese Trommeln wurden durch die japanischen Topgruppen „Kodo“ und „Ondekoza“ berühmt gemacht. Taikogruppen zeichnen manchmal ein „mitsudomoe“ (3 seitiges Ying/Yang Symbol) auf das O-Daiko Fell. O-Daikos werden auf einem Ständer in einer horizontalen Position gespielt (Kagami Uchi), oft mit je einem Spieler auf jeder Seite der gleichen Trommel.

  • Chu Daiko – eine Taiko, die größer ist als eine Miya Daiko oder Jozuke, aber kleiner als eine O-Daiko. Gewöhnlich etwa mit einem Durchmesser von 60 bis 100 cm (24 – 40 Zoll).

  • Wadaiko, Miya Daiko, Nagadou Daiko, Jozuke – alles Ausdrücke für Trommeln der Größe 45 bis 60 cm (18 - 24 Zoll), die man flach („beta uchi“) oder auf einem schrägen Ständer („sukeroku“ Stil) spielen kann. Anmerkung: einige US Taikogruppen bezeichnen Taikos dieser Größe als "Jozuke". Dieser Ausdruck stamm von der Taikogruppe „O-Edo Sukeroku Daiko“ von Tokyo und wird im allgemeinen nicht von anderen Gruppen in Japan verwendet.

  • Shime Daiko and Tsuke Shime Daiko – die kleine, hochtönige Taiko (gewöhnlich mit einem Fell von 35 bis 40 cm, 14 – 16 Zoll), die oft das „Jiuchi“ eines Liedes spielt. Der Name kommt vom Wort „straffen“ (oder „festziehen“), da die Häute traditionell mit einem Seil (manchmal Bolzen) gespannt werden und man sie stimmen kann.

  • Eitetsu Okedo Daiko, Kakko – eine Taiko, die aussieht wie eine kleine Okedaiko, bestehend aus einer Daubenkonstruktion. Die Eitetsu Okedo wurde nach Eitetsu Hayashi benannt, einem der Gründer von „Ondekoza“. Traditionell wurde diese Trommeln bei Festivals benutzt und dort um den Nachekn des Spielers getragen. Das Fell dieser Trommeln wir mit einem Seil gehalten, wie bei der Shime Daiko oder der großen Okedo.

  • Hira Do, Hira Daiko – eine Taiko, die nur ein Viertel einer normalen Taiko hoch ist. Oft aufgehängt an einem Rahmen, in horizontaler Position. Hira Daikos haben einen tiefen Ton, mit scharfem Anschlag und schnellerem Abklingen, als die Nagadou Daiko.

  • Okedo Taiko, Oke Daiko – eine große Taiko mit 2 geringelten Fellen (wie eine Shime oder Tsuke Shime). Okedos sind gewöhnlich 91 cm (36 Zoll) oder mehr im Durchmesser und 122 bis 182 cm (4 - 6 Fuß) lang. Sie werden auf einem Ständer („kagami uchi“) gespielt und haben einen tiefen Klang. Diese Trommeln wurden ursprünglich aus Eimern oder Fässern - genannt „oke“- hergestellt.

  • Uchiwa Daiko – eine „Fächer“ Trommel. Uchiwas sehen aus wie Fächer. Das Fell ist über einen Metallring gespannt. Sie haben keinen Korpus, nur den Reifen mit einem Handgriff und kommen in verschiedenen Größen. Ihr Klang ist ähnlich dem der Remo „Roto-tom“ Trommel.

Teile einer Taiko

  • Ko – der Körper (Korpus) der Trommel.

  • Hara – das Zentrum (die Mitte) des Felles.

  • Fuchi - die Kante am oberen oder unteren Ende der Trommel.

  • Kawa – die Haut (das Fell).

  • Mimi – das überstehende Fell, das an der Seite der Taiko umgeschlagen wird (zur Befestigung).

  • Byou – die Stifte, die die Haut auf der Taiko fixieren.

  • Kanagu, oder Kan – die ringförmigen Griffe an größeren Nagadou Taikos („Kanagu“ bedeutet wörtlich metallene Befestigung oder Eisenwaren).

  • Nawa – das Seil an einer Shime oder Okedo Daiko.

Taiko Maßeinheiten und Abmessungen

  • Shaku – die Maßeinheit für große Taikos. 1 Shaku = 30 cm/12 Zoll. Ein Shaku besteht aus 10 kleineren Einheiten mit Namen „Sun“. Normalerweise werden Felle in Shaku-Durchmessern angegeben, um sie zu kategorisieren, z.b. 1,5 Shaku oder 2 Shaku...

  • Sun – die Maßeinheit für kleine Taikos, Glocken und Cymbals. 1 Sun = 3 cm oder 1 3/16 Zoll. Der Felldurchmesser einer Shime Daiko wird in Shaku gemessen, aber die Hülle wird in Sun angegeben. Standardgrößen sind 5, 6 und 7 Sun.

  • Shime Daiko Größen, zusätzlich zu Gewicht und Dicke des Fells wird zur Kategorisierung der Shime Daiko noch verwendet:
    •  Namizuke – geringstes Gewicht, dünnstes Fell. Wird normalerweise nicht für Taikoauftritte verwendet.
    • Nichougake – auch als "Nummer 2" bezeichnet. Etwas schwerer und dicker als eine Namizuke.

    • Sanchougake – auch als "Nummer 3" bezeichnet. Schwerer und dicker, eine der eher gebräuchlichen Größen.

    • Yonchougake – auch als "Nummer 4" bezeichnet. Wahrscheinlich die populärste Größe.

    • Gochougake – auch als "Nummer 5" bezeichnet. Die schwerste Shime mit dem dicksten Fell. Kann zu einer sehr hohen Stimmlage gestimmt werden.

Holzarten

  • Keyaki – Zelkovia, wird verwendet für Taikos und Shime Daikos, die aus einem Stück gefertigt werden.

  • Tochi – Rosskastanie, für Taikos aus einem Stück.

  • Sen - Unbekannt, ebenso für Taikos und Shime Daikos, die aus einem Stück gefertigt werden.

  • Nara – immergrüne Steineiche, wird von Kawada Taiko verwendet, um ihre „Hi-tech“ Taikos herzustellen, die aus Dauben konstruiert werden (auch für Bachis benutzt).

  • Tamo – Unbekannt, wird von Kawada Taiko verwendet, um ihre „Hi-tech“ Taikos herzustellen, die aus Dauben konstruier werden.

  • Hinoki – Zypresse, für Bachis, speziell für die O-Daiko.

  • Matsu – Kiefer (Pinie), für Bachis, speziell für die O-Daiko.

  • Kashi – immergrüne Eiche, für Bachis in allen Größen und für Dais (Ständer).

  • Haku – Eiche (allgemeiner Ausdruck).

  • Hoo – Magnolie, für Bachis in allen Größen.

  • Buna – Buche, für Bachis in allen Größen.

  • Take – Bambus, für Fues (Flöten) und für spezielle Bachitypen.

  • Kaede – Ahorn, für spezielle Bachis.

  • Kiri – Paulownie, für spezielle Bachis, sowie für Möbel und Antiquitäten.

  • Sugi - Zeder, für Möbel und Antiquitäten.

  • Kaba - Birke, für westliche Trommeln.

  • Hannoki - Erle, für Möbel und Antiquitäten.

Andere Instrumente

  • Bachi – Taiko Stöcke.

  • Ane – ein Glocke oder ein kleiner Gong (siehe Atarigane).

  • Dora – ein Gong.

  • Suzu – bedeutet auch Glocke. Gewöhnlich kleine runde Glocken. Die Glocken an einem Shintoschrein werden als Suzu bezeichnet.

  • Atarigane oder Chanchiki – eine Glocke, die wie ein Unterteller geformt ist, oft wie ein kleiner Gong an einem Strick aufgehängt. Atarigane werden mit einem Shumoku gespielt, einem einzelnen Stock, der traditionell ein Stück Hirschgeweih an einem Ende hat. Die Atarigane hält oft das Jiuchi eines Liedes.

  • Chappa oder Tebyoushi – kleine Handzimbeln (Becken), die anstelle der Atarigane verwendet werden um das Jiuchi oder den Basisrhythmus eines Liedes zu halten.

  • Canon oder Tetsu Tsutsu – ein Satz von Glocken auf einem Ständer, bestehend aus hoch- und tieftönenden Glocken mit einem metallischen Teil zwischen ihnen, der keine definierte Tonlage besitzt. Die beiden Glocken werden gewöhnlich in einer Terz oder Quarte gestimmt, wie es in der lateinamerikanischen Musik üblich ist. Das Mittelstück produziert einen metallischen „ching“ Klang. Das Canon (oder Tetsu Tsutsu im Japanischen) wird verwendet um den Grundrhythmus zu schlagen.

  • Tsutsumi – die kleine stundenglassförmige Trommeln, die in der traditionellen japanischen Musik und im Noh Theater verwendet wird. Tsutsumis werden mit der Hand gespielt, nicht mit Bachis.

  • Hyoushigi – hölzerne „Klappern“. Zwei mit einem Seil verbundene Holzblöcke, die aneinander geschlagen einen Clave ähnlichen Klang erzeugen. Wurden im alten Japan von Straßenhändlern benutzt, um Kunden anzulocken.

  • Narimono – der allgemeine Begriff für kleine Perkussionsinstrumente.

  • Fue – bedeutet Flöte im Japanischen. Fues gibt es in vielen Größen und Tonlagen, sind aber meistens sehr hochtönig und werden aus Bambus gemacht .

  • Shakuhachi – eine spezielle japanische Flöte, die aus einem langen Stück Bambus hergestellt wird. Shakuhachis haben einen tieferen und melancholischen Klang.

Andere Taikobegriffe

  • Ashi Dai – ein Ständer mit Beinen (Ashi), eine Ashi Dai hält normalerweise eine Trommel in horizontaler Position, sodass die Mitte der Trommel leicht über Augenhöhe ist.

  • Beta Uchi – die Art eine Taiko zu spielen, die auf dem Boden steht (waagerechtes Fell).

  • Dai – der allgemeine Ausdruck für einen Ständer.

  • Dojo – der japanische Ausdruck für Schule oder eine Gruppe beim Training.

  • Hachijo Daiko – ein Spielstil wo die Taiko horizontal auf einem etwa schulterhohen Ständer ruht, sodass die Felle senkrecht zum Spieler stehen. Es werden beide Seiten der Taiko gespielt, eine spielt das O-Uchi, während die andere das Ji-Uchi spielt. Dieser Stil kam ursprünglich von der Hachijo Insel und ist bekannt für seine auffälligen Armbewegungen und die beeindruckende Stockarbeit.

  • Hayashi (oder Bayashi) – eine Band oder musikalische Begleitung. Bezeichnet auch Festmusik, zum Beispiel „Matsuri no Bayashi“.

  • Henbyoushi - Rhythmuswechsel.

  • Hyoushi – musikalische Zeit, ein Rhythmus oder eine musikalisches Zeitmuster.

  • Ikko – der erste Schlag einer Kriegstrommel.

  • Ji-Uchi, or Jikata – Grundgefühl und -takt eines Taikoliedes.

  • Kagami uchi – die Art eine Taiko zu spielen, die horizontal auf einem Ständer ruht, die beiden Felle stehen senkrecht zum Spieler. Für O-Daiko und Hachijo Stile verwendet. Manchmal spielen Trommler beide Seiten der gleichen Taiko.

  • Ka kai e – die Art eine Okedo, die an einem Band über der Schulter des Trommlers hängt, zu spielen. Dieser Stil wird üblicherweise mit „Kodo“ und Leonard Eto (einem früheren Mitglied) assoziiert. Obwohl dieser Stil ursprünglich von Festen stammt, haben es Leonard Eto und „Kodo“ mit ihrem schnellen Stockspiel und den gekreuzten Bewegungen, die man heute damit assoziiert, erst so richtig bekannt gemacht.

  • Kamaete – die Anfangsposition des Künstlers für ein Taikolied.

  • Kata – die Positionierung und Bewegung des Künstlers. Dieser Ausdruck stammt von den Kampfkünsten (Martial Arts) und bedeutet im weiteren Sinne „Form“.

  • Ki ai, or Kakegoe – die Schreie und verbalen Stichworte, die Taikospieler verwenden, um die richtige Zeit zu halten, ihre Energie zu erhöhen und die anderen zu ermuntern, während man spielt.

  • Kuchi Showa – die Methode Taikolieder mit Hilfe eines „Klangalphabets“ zu lehren und zu lernen. Zum Beispiel steht „Don“ für einen lauten Schlag auf die Mitte der Trommel und „Tsu“ for einen leichten Schlag. Siehe auch den Artikel Notation und Phonetik.

  • Kumi Daiko – das Arrangement mehrerer verschiedener Taikos zum einem Set, ähnlich wie bei einem Schlagzeug. Dieser Stil zeigt den Einfluss von Jazz und Tanzbands im modernen Taiko.

  • Matsuri – bedeutet „Fest“ im Japanischen. Taiko wird oft während irgendwelcher Feste gespielt, zum Beispiel „O-Bon Matsuri“. Es gibt sogar ein Lied mit Namen „Matsuri Daiko“, das viele regionale Variationen hat. Jede dieser Varianten feiert die Einzigartigkeit der Gemeinschaft, die das Lied aufführt.

  • Miyake Daiko – ein Taikostil, bei dem eine große Taiko „Kagami Uchi“ (horizontal) auf einem niedrigen Ständer ruht. Manchmal werden auch zwei Taikos benutzt, mit dem Spieler zwischen ihnen. Dieser Stil stammt von der Miyake Insel und ist einzigartig in der Weise, wie der Trommeln sich zu den Trommeln positionieren muss, um die Taiko auf den niedrigen Ständern zu spielen.

  • Onbayashi – der Stil, wie man eine Taiko spielt, wo der Trommler auf dem Boden, in einer leicht aufgerichteten Stellung liegt. Die Taiko ruht auf einem niedrigen Ständer in horizontaler Position und die Beine des Spielers umgreifen die Taiko. Dieser Stil kommt vom Stück „Yatai bayashi“ und wurde durch „Ondekoza“ bekannt gemacht.

  • Oritatami Dai – zusammenklappbarer Ständer. Dieser allgemeine Ausdruck wird für jeden Taikoständer mit klappbaren Beinen benutzt, einschließlich geneigter oder diagonaler Ständer. Geneigte Ständer werden von US Taikogruppen manchmal als „Sukeroku Dai“ bezeichnet. Der Ausdruck Sukeroku wurde von „O-Edo Sukeroku Daiko“ aus Tokyo eingeführt und wird normalerweise nicht von anderen in Japan verwendet. Zum Beispiel würde ein Taikokatalog einen schrägen Ständer als Oritatami Dai, nicht als Sukeroku Dai aufführen.

  • Oroshi – wird zu Beginn eines Auftritts oder Liedes gespielt, um die Spieler auf die Taiko zu konzentrieren und die Gruppe zusammenzubringen. Überlicherweise startet ein Oroshi mit langsamen Schlägen, die graduell immer schneller und intensiver gespielt werden, bis man zu einem schnellen Wirbel kommt.

  • O-Uchi – der Hauptspieler oder der Liedteil eines Taikostückes.

  • Renshu – bedeutet Übung. Als Aufwärmung spielen manche Gruppen ein Renshu Daiko oder eine Trainingsübung.

  • Sukeroku – ein Spielstil bei dem die Taiko in einer geneigten (diagonalen) Stellung ruht. Populär in der Gegend um Edo (Tokyo) und traditionell während eines Matsuri gespielt. Dieser Stil wurde durch die Gruppe „O-Edo Sukeroku Daiko“ aus Tokyo zu neuen Höhen geführt.

  • Tekoto – ein Stil bei dem der Trommler abwechselnd Hara und Fuchi spielt.

  • Uchite – ein Taikotrommler.

Kleidung

  • Happi oder Hanten – die farbenfrohen kurzen Jacken, die gewöhnlich mit einem „Obi“ (Gürtel) getragen werden. Oft tragen die Happis die Namen und das Logo (genannt „mon“) einer Taikogruppe.

  • Fundoshi – das Kleidungsstück, dass um Beine und Hüften eines Mannes geschlungen wird (ähnlich einer kleinen Jockeyhose). Sie wird oft beim spielen der O-Daiko oder der Okedo getragen. In Japan tragen Männer immer noch Fundoshis während des Sommer Matsuris, z.B. wenn sie eine Mikoshi tragen oder ein Yatai ziehen.

  • Haragake – ursprünglich als Schreinerschürze verwendet. Haragake sehen wie Schürzen aus. Sie bedecken die Brust und den Bauch und haben Halteriemen, die über die Schultern gehen und auf dem Rücken gekreuzt sind.

  • Tabi – Schuhe, die ein Taikospieler trägt. Sie sind ähnlich wie hochwertige Kung Fu Schuhe, aber die große Zehe ist separat geführt, wie der Daumen bei einem Fäustling.

  • Momohiki – Hosen, die oft von einem Taikospieler getragen werden. Sie sind wie lange Unterhosen oder Strumpfhosen, werden aber um die Hüften gebunden.

  • Hachimaki – das Kopfband, das viele Taikospieler tragen (und Sushi Ya),

  • Obi – der Gürtel, der den Kimono oder die Happi Jacke hält.